Sheridan nutzt Tierbilder in 'Lioness' – Wolf, Tiger und Bär als Metaphern
Thomas Rainwater aus 'Yellowstone' verglich Politiker mit Krebstieren, die seitwärts gehen, um voranzukommen. Autor Sheridan setzt diese Strategie in 'Lioness' fort. In der neuesten Episode nutzt er eine Reihe von Tierbildern, um komplexe geopolitische Zusammenhänge darzustellen.
Der Bär, das Wolfsrudel und der Tiger
Die ukrainische Doppelagentin Oleksandra Balakin erklärt in einem Monolog, dass Russland und China die USA als ‘Bär’ betrachten. Russland wird als Wolfsrudel und China als Tiger dargestellt, während die USA selbst als Bär dargestellt werden. Diese Metapher wird weiterentwickelt: ‘Ein Wolfsrudel kann den Bären nicht töten, denn er ist zu groß. Der Tiger kann den Bären nicht allein besiegen.’ Die Bedrohung für den Bären, so die Metapher, ist eine Krankheit, die über Jahre hinweg ausgebreitet wurde.

Honeypots und politische Einflussnahme
Die Handlung von 'Lioness' dreht sich um die Entdeckung, dass russische Agenten Politiker, Regierungsbeamte und Mitarbeiter des NSA durch ‘Honeypots’ (lockende Fallen) beeinflussen, bestimmte politische Entscheidungen zu treffen oder Informationen preiszugeben. Diese Manipulation wird als die ‘Krankheit’ in Sheridans Metapher dargestellt.
Kryptische Hinweise und Verschwörungstheorien
Neben der Haupthandlung beschäftigt sich die Episode auch mit Kaitlyn’s Ehemann, der Verschwörungstheorien über Covid-19 und China verbreitet. Die Serie wirft somit mehrere Fragen auf und lässt den Zuschauer im Unklaren, wie die verschiedenen Elemente zusammenhängen.