Girlboss-Renaissance auf dem Montauk Yacht Club: Fokus auf Nachhaltigkeit und Strategie

Diese Sommerzeit erlebte eine Rückkehr der ‘Girlboss’-Bewegung, allerdings in veränderter Form. Auf dem Montauk Yacht Club, wo das Dock für Camp FFF einige Tage zum Treffpunkt wurde, tauschten Unternehmerinnen ihre Erfahrungen aus. Das jährliche, exklusive Retreat, das seit sieben Jahren stattfindet und von Anu Duggal, Gründerin des Female Founders Fund, organisiert wird, brachte 2023 prominenten Frauen wie Tory Burch, Monique Rodriguez (Mielle Organics), Audrey Gelman (The Wing & The Six Bells Inn), Radhika Jones und Mélanie Masarin (Ghia) zusammen.

Camp FFF: Mehr als nur Wachstum

Camp FFF: Mehr als nur Wachstum

Camp FFF zielt darauf ab, über das Wachstumsideal der 2010er Jahre hinauszugehen und die heutige Geschäftswelt zu analysieren. Im Programm standen diesmal unter anderem Diskussionen über die Integration von KI in Unternehmen und die Herausforderungen beim Aufbau eines zweiten Unternehmens.

Laut einem Bericht des Women’s Entrepreneurship Institute besitzen Frauen in den USA rund 14 bis 15,7 Millionen Unternehmen, was etwa 40 % aller Unternehmen ausmacht. Trotzdem erhalten weibliche Teams nur einen geringen Anteil an Venture-Capital-Finanzierungen: In den USA sind es lediglich 2,3 %, in Großbritannien etwa 2 Pence pro 1 Pfund.

Bobbi Brown, Gründerin von Jones Road Beauty, betonte, dass Investoren Frauen unter Druck setzen können, was zu unüberlegten Entscheidungen führen kann. ‘Man sollte nicht aus einem Flugzeug springen,’ sagte sie, ‘man muss Risiken eingehen, aber nicht dumm sein.’

Die jüngste Marktkorrektur hat die Diskussion von ‘Wachstum um jeden Preis’ hin zu Rentabilität und Nachhaltigkeit verschoben, während gleichzeitig eine technologische Konzentration die Investitionsbereitschaft der Anleger beeinflusst.